In 17 kurzen Videos zeigt der Hersteller, wie Sie die Holzfaser-Innendämmung UdiIN RECO selbst montieren, von der Anlieferung bis zur fertig verputzten Wand. Unter jedem Video fassen wir die Arbeitsschritte zusammen und beantworten die Fragen, die dabei am häufigsten auftauchen.
UdiIN RECO Anleitung: Holzfaser-Innendämmung Schritt für Schritt montieren
1. Holzfaser-Innendämmung anliefern, prüfen und richtig lagern
Am Anfang steht die Lieferung. Prüfen Sie die Ware bei Ankunft auf Vollständigkeit und Transportschäden und lagern Sie die Platten flach, trocken und geschützt. Jede UdiIN RECO Platte besteht aus zwei Schichten: einer festen Putzträgerplatte und einer flexiblen Holzfaserschicht, die zur Wand zeigt. Die Platten messen 1.300 x 790 mm mit umlaufender Nut und Feder. Sie werden 2 cm dicker geliefert als die Nenndämmstärke, weil die flexible Schicht später beim Ausrichten zusammengedrückt wird.
Beantwortete Fragen:
- Wie wird die UdiIN RECO Innendämmung geliefert?
- Wie lagere ich Holzfaserdämmplatten auf der Baustelle?
- Wie groß ist eine UdiIN RECO Platte und wie viel Fläche deckt sie ab?
- Warum ist die gelieferte Platte dicker als die bestellte Dämmstärke?
- Welche Seite der Platte kommt an die Wand?
2. Vor dem ersten Schnitt: Maße nehmen und Bauteile vorbereiten
Vor der Montage werden alle Wandflächen ausgemessen, inklusive Fenster, Türen, Deckenbalken und einbindender Wände. Platten werden mit etwa 3 mm Zuschlag zugeschnitten, damit sie press sitzen. Bauteile, die aus der Wand ragen, wie Wasserhähne, Steckdosen oder Fensterbänke, müssen um die Dämmstärke verlängert werden. Für schwere Lasten wie Küchenschränke planen Sie schon jetzt eine Befestigung, die durch die Dämmung in die Wand geht.
Beantwortete Fragen:
- Wie messe ich eine Wand für die Innendämmung aus?
- Wie viel Zuschlag gebe ich beim Zuschnitt dazu?
- Was mache ich mit Steckdosen, Wasserhähnen und Fensterbänken?
- Kann ich nach der Innendämmung noch Regale und Schränke aufhängen?
- Wie berechne ich, wie viele Platten ich brauche?
3. Wie schief darf die Wand sein? Untergrund für die Innendämmung prüfen
Hier geht es um den Untergrund. Die Wand muss tragfähig, trocken und sauber sein. Tapeten und gipshaltige Schichten wie Gipsputz werden entfernt, mineralischer Altputz kann bleiben. Mit Rotationslaser oder langer Wasserwaage wird geprüft, wie stark die Wand abweicht. UdiIN RECO gleicht Unebenheiten von etwa plus/minus 2 cm aus, ohne Kleber und ohne Unterkonstruktion. Bei unbekanntem Mauerwerk empfiehlt Udi ein Probeloch, damit die passende Dübellänge bestimmt werden kann.
Beantwortete Fragen:
- Welche Unebenheiten gleicht UdiIN RECO aus?
- Muss ich alten Putz oder Tapete vor der Innendämmung entfernen?
- Auf welchen Untergründen kann ich UdiIN RECO montieren?
- Brauche ich einen Laser oder reicht eine Wasserwaage?
- Wie finde ich heraus, welche Dübellänge ich brauche?
4. Diese Werkzeuge brauchen Sie für Zuschnitt und Plattenmontage
Der erste Werkzeugteil betrifft Zuschnitt und Befestigung. Für Holzfaserplatten eignen sich elektrische Sägen: Udi empfiehlt den Alligator mit Porenbeton-Blatt, alternativ Minikettensäge, Handkreissäge oder Stichsäge. Eine Absaugung hält den feinen Staub gering. Für die Befestigung brauchen Sie eine Bohrmaschine mit 8 mm Bohrer, Hammer und Akkuschrauber, zum Ausrichten einen Rotationslaser oder eine lange Wasserwaage.
Beantwortete Fragen:
- Womit schneide ich Holzfaserdämmplatten am besten?
- Welchen Bohrerdurchmesser brauche ich für die Stelldübel?
- Brauche ich eine Absaugung beim Sägen?
- Welches Werkzeug brauche ich zum Ausrichten der Platten?
- Kann ich UdiIN RECO mit normalem Heimwerkerwerkzeug montieren?
5. Anschlüsse an Boden, Decke und Innenwände ohne Wärmebrücke
An Fußboden, Decke und einbindenden Innenwänden entscheidet sich, ob die Dämmung lückenlos ist. Dazu wird die feste Putzträgerschicht am Rand um 1 bis 2 cm zurückgeschnitten, während die flexible Schicht etwa 2 cm übersteht. Sie schmiegt sich beim Andrücken an das angrenzende Bauteil an und dichtet ohne zusätzliches Kompriband. Verbleibende Fugen werden mit Holzfaser-Resten fest ausgestopft.
Beantwortete Fragen:
- Wie schließe ich die Innendämmung an Boden und Decke an?
- Brauche ich ein Kompriband an den Anschlüssen?
- Wie vermeide ich Wärmebrücken an einbindenden Innenwänden?
- Was mache ich mit kleinen Fugen am Rand?
- Warum muss die Dämmung luftdicht an die Wand anschließen?
6. Montage vorbereiten: Dübelbild, Plattenversatz und erste Reihe
Vor der ersten Platte werden die Stelldübel vorbereitet: Die Schraube wird mit etwa zwei Umdrehungen in die Dübelhülse gedreht. Je Platte sind 8 Stelldübel vorgesehen, das entspricht rund 10 Stück pro Quadratmeter, mit 10 cm Randabstand. Die Platten werden von unten nach oben im Verband verlegt, mit mindestens 30 cm Versatz. Plattenstöße sollten nicht in der Flucht von Fenster- oder Türkanten liegen.
Beantwortete Fragen:
- Wie viele Dübel brauche ich pro Platte und pro Quadratmeter?
- Welchen Dübel nehme ich für Mauerwerk und welchen für Holz oder Fachwerk?
- Wie groß muss der Plattenversatz sein?
- Wo fange ich mit der ersten Plattenreihe an?
- Warum dürfen Plattenstöße nicht an der Fensterkante liegen?
7. So befestigen Sie UdiIN RECO mit dem Stelldübel
Jetzt wird montiert. Die Platte wird angesetzt und durch die Platte hindurch mit 8 mm vorgebohrt, am besten ohne Schlag. Fasern im Bohrloch werden durch erneutes Bohren in der oberen Schicht entfernt. Der Dübel wird vorsichtig eingeschlagen, bis der Kopf etwa 30 mm über der Plattenoberfläche steht. Dann wird die Schraube eingedreht, bis der Rückholverschluss einrastet und der Dübelkopf bündig sitzt. Den Tellerkopf dabei festhalten und am Ende die grüne Abschlusskappe als thermische Trennung einsetzen.
Beantwortete Fragen:
- Muss ich die Holzfaserplatten an die Wand kleben?
- Wie tief bohre ich für den Stelldübel?
- Wie weit schlage ich den Dübel ein, bevor ich schraube?
- Woran erkenne ich, dass der Dübel richtig sitzt?
- Wofür ist die grüne Kappe am Dübel?
- Kann ich die Platten mit Akkuschrauber montieren?
8. Wandanschlüsse: So treffen zwei gedämmte Wände aufeinander
Das Video zeigt, wie die Dämmung an Ecken und angrenzenden Wänden weitergeführt wird. Gearbeitet wird immer Wand für Wand: Erst wenn eine Wand komplett montiert und ausgerichtet ist, folgt die nächste. An der Ecke stößt die Platte der zweiten Wand gegen die bereits ausgerichtete erste. Die flexible Schicht wird so zugeschnitten, dass sie sich an die Nachbarwand anschmiegt und keine Hohlräume entstehen.
Beantwortete Fragen:
- In welcher Reihenfolge dämme ich mehrere Wände?
- Wie bilde ich eine Innenecke mit Holzfaserplatten aus?
- Wie bilde ich eine Außenecke aus?
- Wie vermeide ich Hohlräume an der Ecke?
9. Wenn die Fuge am Fenster durchläuft: So vermeiden Sie Risse
Ideal ist, wenn Plattenstöße gegenüber Fenster- und Türkanten versetzt sind. Lässt sich das nicht vermeiden und die Fuge läuft in Flucht der Fensterkante durch, wird die Nut-Feder-Verbindung in diesem Bereich umlaufend verklebt, etwa auf der Fläche einer Platte. So entsteht an der kritischen Stelle keine Bewegungsfuge, die später als Riss im Putz sichtbar wird.
Beantwortete Fragen:
- Was mache ich, wenn ein Plattenstoß genau an der Fensterkante liegt?
- Wann muss ich die Holzfaserplatten verkleben?
- Welchen Kleber nehme ich für Nut und Feder?
- Wie verhindere ich Risse im Putz an Fenstern?
10. Die letzte Plattenreihe: Anschluss an die Decke
Die oberste Plattenreihe wird auf die Resthöhe zugeschnitten, wieder mit etwa 3 mm Zuschlag. Sichtbare Deckenbalken werden aus der Platte ausgeklinkt: Das Maß wird übertragen, die feste Putzträgerschicht passgenau ausgeschnitten und die flexible Schicht mit Übermaß belassen. Bei abgehängten Decken muss der Anschluss ohne Wärmebrücke ausgeführt werden. Fugen zur Decke werden mit Holzfaser-Resten ausgestopft.
Beantwortete Fragen:
- Wie schneide ich die oberste Plattenreihe zu?
- Wie dämme ich um sichtbare Deckenbalken herum?
- Was ist bei abgehängten Decken zu beachten?
- Wie dichte ich die Fuge zur Decke ab?
11. Dämmplatten am Fenster passgenau zuschneiden
Am Fenster wird die Platte so zugeschnitten, dass sie die Öffnung umgreift, statt mit einem Stoß an der Kante zu enden. Das Maß der Fensteröffnung wird auf die Platte übertragen und mit der Säge ausgeschnitten. Die Schnittkante sollte bündig mit der Laibung abschließen, damit später die Laibungsdämmung sauber anschließen kann. Fensterbänke müssen lang genug sein oder vorher verlängert werden.
Beantwortete Fragen:
- Wie schneide ich Dämmplatten um ein Fenster herum zu?
- Wie übertrage ich das Maß der Fensteröffnung auf die Platte?
- Wo soll die Schnittkante am Fenster liegen?
- Muss ich die Fensterbank verlängern?
12. Ausrichten statt Ausgleichsputz: So wird die Wand gerade
In diesem Schritt zeigt sich der Vorteil des Systems. Wenn alle Platten einer Wand gesetzt sind, werden die Stelldübel der Reihe nach nachgestellt, bis eine ebene Fläche entsteht. Als Referenz dient ein Rotationslaser oder eine lange Wasserwaage. Dabei drückt sich die flexible Schicht an Buckel und Mulden der Altwand an, sodass keine Luftschicht hinter der Dämmung bleibt. Kleine Versätze an Plattenstößen werden anschließend mit einem Schleifbrett oder Tellerschleifer eingeebnet.
Beantwortete Fragen:
- Wie richte ich die Dämmplatten an einer unebenen Wand gerade aus?
- Warum darf keine Luftschicht zwischen Wand und Dämmung sein?
- Wie genau lässt sich die Fläche einstellen?
- Was mache ich mit kleinen Kanten an den Plattenstößen?
- Brauche ich vorher einen Ausgleichsputz?
13. Vom Rührwerk bis zur Glättkelle: Werkzeug für die Oberfläche
Der zweite Werkzeugteil leitet zur Oberfläche über. Für den Armierungsspachtel brauchen Sie einen Mörtelkübel und ein Rührwerk, eine Zahnkelle für den gleichmäßigen Auftrag, eine Edelstahlkelle zum Glätten und ein Schwammbrett, wenn die Oberfläche abgefilzt werden soll. Dazu kommen Cuttermesser oder Schere für Gewebe und Leisten sowie ein Schleifbrett für letzte Unebenheiten.
Beantwortete Fragen:
- Welches Werkzeug brauche ich zum Spachteln und Armieren?
- Welche Zahnkelle nehme ich für den Armierungsspachtel?
- Womit rühre ich den Spachtel an?
- Wie bekomme ich eine glatte oder gefilzte Oberfläche?
14. Laibungsdämmung: Die Wärmebrücke am Fenster schließen
Die Laibung ist eine typische Wärmebrücke und wird mit einer dünnen Laibungsdämmplatte verkleidet. Die Platte wird auf Maß geschnitten und mit UdiSPEZIALKLEBER auf die Flächendämmung und den Untergrund geklebt. Zum Fensterrahmen hin wird vorher ein Fugenband gesetzt, damit der Anschluss dicht und beweglich bleibt. Erst danach folgen Putzanschlussleisten und Eckschutz.
Beantwortete Fragen:
- Muss ich die Fensterlaibung bei der Innendämmung mitdämmen?
- Wie dick ist die Dämmung in der Laibung?
- Womit befestige ich die Laibungsdämmung?
- Wie schließe ich die Dämmung dicht an den Fensterrahmen an?
15. Sauberer Übergang zwischen Putz und Fenster ohne Risse
Zwischen Fensterrahmen und Spachtelfläche entsteht eine Fuge, die Bewegungen aufnehmen muss. Dafür wird die selbstklebende Putzanschlussleiste INSIDE auf den gereinigten, staubfreien Rahmen geklebt, in einem Stück und ohne Stückeln. Die Leiste schützt mit ihrer Schutzfolie zugleich den Rahmen während der Spachtelarbeiten. Ihr Gewebe wird später in den Armierungsspachtel eingebettet, und nach dem Trocknen wird die Sollbruchkante mit der Folie entfernt.
Beantwortete Fragen:
- Wozu brauche ich eine Putzanschlussleiste am Fenster?
- Wie klebe ich die Putzanschlussleiste richtig auf?
- Darf ich die Leiste an den Ecken stückeln?
- Wann entferne ich die Schutzfolie und die Sollbruchkante?
16. Gerade, stoßfeste Ecken: Eckschutz einspachteln
Außenkanten an Laibungen und vorspringenden Ecken sind empfindlich gegen Stöße. Daher werden dort Eckschutzschienen mit Gewebefahne lotgerecht in den Armierungsspachtel eingedrückt. In den Fensterecken kommen zusätzliche Gewebeverstärkungen hinzu, weil dort Risse am häufigsten entstehen. Die Schienen sollen ohne Ausbauchung sitzen, sonst steigt der Materialverbrauch an der Kante.
Beantwortete Fragen:
- Wo setze ich Eckschutzschienen bei der Innendämmung?
- Wie bringe ich eine Eckschutzschiene gerade an?
- Warum brauchen Fensterecken eine zusätzliche Gewebeverstärkung?
- Kommt der Eckschutz vor oder nach dem Flächenspachtel?
17. Der letzte Schritt: Armierungsschicht als Dampfbremse und Putzträger
Zum Schluss erhält die gesamte Fläche eine Armierung. UdiMULTIGRUND wird angemischt und mit der Zahnkelle aufgetragen, das Armierungsgewebe im oberen Drittel der Schicht eingebettet. Gewebebahnen überlappen sich um mindestens 10 cm, gearbeitet wird nass in nass. Die fertige Schicht ist mindestens 4 bis 5 mm dick, der Verbrauch liegt bei etwa 6,5 kg pro Quadratmeter. MULTIGRUND ersetzt dabei die Dampfsperre und ist zugleich Untergrund für Farbe, Tapete, Fliesen oder Lehm- und Kalkputz.
Beantwortete Fragen:
- Womit spachtle ich die Holzfaser-Innendämmung?
- Wie dick muss die Armierungsschicht sein?
- Wie viel Spachtel brauche ich pro Quadratmeter?
- Wo liegt das Gewebe in der Spachtelschicht und wie weit überlappt es?
- Brauche ich bei UdiIN RECO eine Dampfsperre?
- Welche Oberflächen sind nach dem Spachteln möglich?